Vorkommen (gering):
Madagaskar, Marokko, Österreich, Tunesien, USA.
Mohshärte (Skala 1 (weich) bis 10 (sehr hart)): 3 - 3.5
Kristallsystem: rhombisch, Matrix (Muttergestein) trigonal
Mineralogie:
Coelestin bildet sich primär-hydrothermal in Gängen und Blasenhohlräumen vulkanischer Gesteine; sekundär aus sulfathaltigen Lösungen als Kristalle in Hohlraumfüllung oder knollige Bildung in Gips-, Kalk- oder Tonsedimenten.
Mineralklasse: Strontiummineral der Baryt-Gruppe und der VI. Mineralklasse, der Sulfate.
Astrologische Zuordnung: Zwilling, Steinbock.
Organwirkung:
Gehirn, Nerven.
körperlich: bessert Asthmaanfälle; löst Verhärtungen der Muskulatur (nach von Holst) und unterstützt die Rekonvaleszenz; erhöht niedrigen Blutdruck; stärkt den Knochenaufbau und die Muskulatur, löst aber auch Verhärtungen in Gewebe und Knochen auf; bessert chronische Muskelverspannungen und macht die Muskulatur geschmeidig; unterstützt die Wundheilung (nach Pe-schek-Böhmer) und beschleunigt die Gewebebildung nach Operationen; wird bei Durchschlafstörungen eingesetzt; gibt Kraft bei Erschöpfungen und normalisiert die Monatsblutung (nach Peschek-Böhmer).
seelisch: macht optimistisch und zuversichtlich; gibt Schwung und Tatkraft und wirkt dadurch antidepressiv; bringt Struktur ins Leben; hilft eine innere Stabilität der Gefühle zu gewinnen; wird eingesetzt bei dem Gefühl, trotz permanenter Anstrengung nichts ausrichten zu können; erleichtert, Verantwortung zu übernehmen und sich schweren Aufgaben zu stellen (nach von Holst); wird zur Kräftigung bei hypnotischen Rückführungen verwendet; fördert geistiges Wachstum und Entwicklung der Spiritualität (nach Kühni); eröffnet den Zugang zu innerem Frieden und erwartungsfreiem Gewahrsein, lässt daraus neue innere Stärke, Sicherheit erwachsen, hilft Prüfungen und Wechselfälle des Lebens zu bewältigen und daraus zu lernen, hilft geistige Eindrücke in Worte zu fassen und nachwirken zu lassen (nach Raphaell).
Anwendung:
Coelestin wird als Anhänger oder Kette direkt auf der Haut getragen; als Kristall auf den Körper gelegt; als Trommelstein in der Tasche mitgeführt; als Coelestindrusen zur kontemplativen Betrachtung und Meditation aufgestellt.
Quelle: "Enzyklopädie der Steinheilkunde" von Werner Kühni und Walter von Holst