Vorkommen (gering):
Brasilien, Türkei, USA.
Mohshärte (Skala 1 (weich) bis 10 (sehr hart)): 6.5 - 7
Kristallsystem: trigonal
Mineralogie:
Chalcedon entsteht niederhydrothermal aus wässerigen Kieselsäurelösungen magmatischen Ursprungs bei Temperaturen unter 100°C, wodurch sich das Mineral nicht durch Abkühlung, sondern durch eine allmähliche Austrocknung bildet. Sekundär durch Verwitterung freigesetzt oder durch den Verfall organischen Materials gebildet, entsteht zunächst ein immer stärker eindickendes zähfliessendes Kieselsäure-Gel, dann Opal, Cristobalit und schließlich mikrokristalliner Quarz. Die größte Bedeutung für den Handel haben Chalcedone aus magmatischen Zonen, wo er als Adern oder Knollen in Basalten, Rhyolithen und Tuffen auftritt. Chalcedon ist ein mineralogischer Überbegriff und umfasst im weitesten Sinne die reinen faserigen mikrokristallinen Quarze: Achat: meist gebändert, Baum-Achat, Blauer Chalcedon, Chrysopras: apfelgrün, Heliotrop: dunkelgrün mit roten Einsprengungen, Karneol: rötlich, Moosachat, Onyx: schwarz-weiß gebändert, Plasma: lauchgrün, Sarder: hell- bis dunkelbraun und Sardonyx.
Mineralklasse: Bis vor kurzem wurde Chalcedon als kryptokristalline Variation von Quarz bezeichnet. Calcedon ist eine Mischung aus Quarz und Moganit (ein Oxid, der Moganit-Gruppe), beide aus der Kieselsäure-Familie. Ein Mineral der Chalcedon-Familie und der IV. Mineralklasse, der Oxide;
Astrologische Zuordnung: -
Organwirkung:
Bronchien, Lymphe, Hals, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse.
körperlich: Blauer Chalcedon (allgemein): kühlend, fiebersenkend; erleichtert das Wasserlassen bei Harnverhalten; hilft dem Gewebe - bei Blasen an den Füßen - Flüssigkeit wieder aufzunehmen; hilft ebenso bei Blutergüssen, Ödemen und Wasseransammlungen, zum Beispiel in der Schwangerschaft; regt den Lymphfluss an und wirkt gegen Lymphdrüsenschwellungen; fördert die Sekretion innerer Drüsen; hilft bei Schilddrüsenunterfunktion; lässt allergische Reaktionen schneller abklingen, lindert Juckreiz der Haut, angenehm bei Insektenstichen, Brandwunden und Sonnenbrand; beugt Arterienverkalkung vor; entspannt die Augen; verbessert die Atmung, befreit bei Engegefühlen in der Brust, lindert Wetterfühligkeit. Dendriten-Chalcedon: bessert die Folgen des Rauchens; angezeigt bei Schlafstörungen, Schleimhautentzündung, Schnupfen, übermässigem Schwitzen, Stottern, Warzen; erleichtert Wechseljahrsbeschwerden.
seelisch: ermöglicht unbewusste Gewohnheiten zu überwinden.
Anwendung:
Chalcedon wird als Kugelkette, Anhänger und gebohrter Trommelstein am Hals getragen; als Trommelstein in der Hosentasche mitgeführt; als Cabochon aufgelegt, als Chalcedonwasser getrunken; als Rohstein zur Meditation aufgestellt.
Quelle: "Enzyklopädie der Steinheilkunde" von Werner Kühni und Walter von Holst